03/03/2026 0 Kommentare
Iftar - Begegnung im Ramadan
Iftar - Begegnung im Ramadan
# Rückblicke

Iftar - Begegnung im Ramadan
Über 80 Teilnehmende aus verschiedenen Religionen und Kulturen trafen sich am
Samstag im Haus der Begegnung Herford zu einem "Iftar-Abend" - zu einem
abendlichen Fastenbrechen im Ramadan.
"Der Ramadan ist ein Monat der Barmherzigkeit, der Reflexion und des Teilens, auch
von Freude, Hoffnung und gegenseitigem Verständnis" erklärte Bünyamin Özkan,
Vorstand der einladenden Organisation "Teutokult e.V.". Es ginge darum, Brücken
statt Mauern zu bauen und Offenheit statt Isolation zu wagen, und Gastfreundschaft
zu praktizieren. Auch Petra Feldmann, die als Projektleiterin des Hauses der
Begegnung den Abend eröffnete, wies auf die Bedeutung der persönlichen
Begegnung hin, in einer Zeit, die zunehmend von Vorurteilen und Missverständnissen
geprägt sei.
Verschiedene Videos informierten über das islamische Verständnis des Ramadan und
die Arbeit des Teutokult -Vereins, moderiert von zwei jungen Frauen aus dieser
Gruppe. Dann wurde der Gebetsruf zum Sonnenuntergang vom Vorbeter gesungen,
und eine Suppe wurde aufgetragen - für die Muslime im Raum das Brechen des
täglichen Fastens. Auf einem reichlichen Buffet standen danach warme und kalte
Speisen bereit. An den gemischt besetzten Tischen entstanden intensive Gespräche,
die mit der Vorstellung der sich jeweils fremden Personen begannen. Neben
Gemeindemitgliedern von evangelischen und katholischen Gemeinden saßen auch
Vertreter der Stadt Herford, aus dem Integrationsrat, ein Vertreter der jüdischen
Gemeinde und weitere, die dann auch am Mikrophon zu Wort kamen:
Nach dem Essen sprach Kerstin Fiebig, Geschäftsführerin des Integrationsrats der
Stadt Herford, sie lobte das gute Essen und die Möglichkeit des Kennenlernens.
Andreas Reichert berichtete als Kontaktbeamter der Herforder Polizei für
interkulturelle und religiöse Angelegenheiten von seiner Aufgabe, Hussein Khedr
sprach als Vorsitzender des Ausschusses für Integration und Gleichstellung des
Kreises Herford von der Notwendigkeit der Zusammenarbeit angesichts von
Versuchen rechter Kräfte, Menschen verschiedener Kulturen und Religionen
gegeneinander aufzubringen. In verschiedenen freien Voten wurde die
Zusammenstellung von Programm und Essen sehr gelobt.
Zu Beendigung des Programms sang Benjamin Sohn als Mitglied der jüdischen
Gemeinde Herford den Abendsegen auf hebräisch und beschloss damit den Abend,
der allgemein als eine Bereicherung des gegenseitigen Kennenlernens gelobt wurde
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